Hello again!

Der Berlin Showroom präsentiert sich zur kommenden Herbst/Winter Saison 2015/16 in den Modemetropolen Paris und New York, wo ausgewählte Berliner Labels von Januar bis März 2015 ihr Können einem internationalen Publikum an Einkäufern und Presse vorstellen werden.
Finanziell unterstützt von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung steht das Projekt Berlin Showroom für die Förderung Berliner Modedesigner im weltweiten Modebusiness. Im Frühjahr 2015 wird in der französischen Modemetropole ein Mix aus Womens- und Menswear zu sehen sein und durch die parallel stattfindenden Messen wie BIJORHCA (Internationale Ausstellung für Uhren, Schmuck, Mode und Accessoires) und WHO’s NEXT (Internationale Ausstellung für Prêt-à-porter) dürften die Designer von einem zusätzlichen Besucherstrom profitieren.
In New York ist der Berlin Showroom zum ersten Mal auf der High End Messe EDIT vertreten – eine bewusste Entscheidung des Veranstalters, da die Messe einen starken Fokus auf den Vertrieb teilnehmender Labels setzt.
Der Berlin Showroom hat, laut eigener Aussage, aus den vergangenen Saisons Eindrücke und Erfahrungen gesammelt und sein Konzept weiterentwickelt: Der Auftritt der Berliner Designer soll exklusiver, aussagekräftiger und ertragsreicher werden. Dazu gehört ein kleineres Portfolio an Designern, wodurch eine intensivere Betreuung und Förderung durch den Berlin Showroom möglich ist. Zudem wurde ein Sales Manager engagiert, der den Vertrieb in den Fokus des Berlin Showrooms stellen soll.
Der Berlin Showroom präsentiert sich mit einer Auswahl an Berliner Designern in der Herbst/Winter 2015/ 16 Saison in Paris Men und Paris Women.
Die Teilnehmer der Paris Men sind in Berlin nicht unbekannt. Esther Perbandt bewegt sich seit mehr als 8 Jahre auf internationalem Parkett und prägt mit ihren Modeperformances seither nicht nur die Fashion Week Berlin. Wie ein bunter Vogel ist der Künstler und Designer Thoas Lindner, der mit seinen Flügelkreationen eine völlig unabhängige Moderichtung zwischen Kunst und Mode einnimmt. Julian Zigerli, der Gewinner des Swiss Design Award 2012 bestimmte mit seinen bunten Digitalprints die Männermode Berlins ganz neu. Schmidttakahashi , Brachmann, Sissi Goetze und Versuchskind zeigen tragbare Andersartigkeit – weit entfernt vom Mainstream.
Die Auswahl an Frauenmode des Belinshowroom auf der Paris Women ist nicht weniger avantgardistisch und ungewöhnlich, Schmidttakahashi zeigt auch hier was Reanimation im Kleid bedeutet, Marina Hoermanseder, der Shootingstar der Esmodschule mit ihren außergewöhnlichen Lederdesigns begeisterte auf den letzten Saisons der Fashion Week bevor sie dieses Jahr mit der Produktion einer Orderlinie in eigenem Atelier begann.
Das Label Steinrohner zeichnet sich durch einen außergewöhnlich, kunstvolle Umgang mit Stoffen aus. Zwischen Avantgarde und Mainstream suchen die Designerinnen Caroline Rohner und Inner Stein neue Formen und Designs inspiriert durch Strukturen, Fossilien, Striche und Gravuren. Ebenso schräg und unangepasst kreiert Starstyling Looks für Mutige. Bunt, schrill und auffällig. Viel Glitter und Metall neben Wolle, Stoff und Leder. Isabell de Hillerin, Perret Schaad und Hien Le vertreten den Berliner Purismus. Âme Sœur steht für sophisticated Knitwear auf sehr kunstvolle Weise. Fast barock könnte man ihre doch sehr fülligen Schnittführungen nennen.
Ganz Digital geprägt sind die Entwürfe von Cubra und Vonschwanenflügelpupke.

Einige der Designer gehen nicht nur nach Paris. DTM, Starstyling und Cruba zeigen neben Antonia Goy, Sammler Berlin und Vladimir Karaleev auch in New York.

Daten & Locations
Paris
25, rue Yves Toudic,
75010 Paris
Métro: République (Linie 3, 5, 8, 9)
& Jacques Bonsergent (Linie 5)
Men: 23.01. — 25.01.2015
Fr— Sa: 10 Uhr bis 19 Uhr
So: 10 Uhr bis 18 Uhr
Women: 06.03.—08.03.2015
Fr— Sa: 10 Uhr bis 19 Uhr
So: 10 Uhr bis 18 Uhr

New York
Javits Center, NYC Hall 1A
655 West 34th Street New York,
NY 10001
Subway: 34 St – Penn Station
(Linie A, C, E)
23. — 25.02. 2015
Mo—Di: 9 Uhr bis 18 Uhr
Mi: 9 Uhr bis 16 Uhr

Text: © Jenny Kolossa und S. O. Beckmann

Impressionen von der New York Fashion Week

Das am meisten diskutierte Accessoire während der New York Fashion Week war das Apple IPhone 6. Es beherrschte die Schlagzeilen auf den Wirtschaftsseiten der Print- und Onlinezeitungen und die Modeberichterstattung.

Das Mobiltelefon ist ein unentbehrliches Accessoire, das die ständige Erreichbarkeit und die Präsenz in den sozialen Netzwerken sichert, und es ist ein Fashion Statement. Es macht einen Unterschied in der eigenen und der sozialen Wahrnehmung, ob jemand ein Handy von Apple, Samsung oder LG Electronics trägt.
Den größten Coolness-Faktor hat noch immer das Apple IPhone, danach folgt das Galaxy von Samsung. Während der New York Fashion Week wurde das südkoreanische LG gepusht, das gegenüber Apple und Samsung im Rückstand liegt. Das Unternehmen LG Electronics, nach Samsung der zweitgrößte Handyhersteller in Südkorea, hat vor zwei Jahren die Veranstaltungen der New York Fashion Week, die in den Milk Studios downtown stattfanden, gesponsort. In diesem Jahr unterstützte es das Konzert „Fashion Rocks“, das die Verbindung von Mode und Musik beschwor. Auch die Londoner Fashion Week wird von LG Electronics gesponsort. Das Unternehmen hat begriffen, dass Handys Accessoires sind, die nicht nur nach dem Kriterium der Funktionalität beurteilt werden.

Fast jede Frau hält ständig ein Handy in der Hand, meistens zusätzlich zur Handtasche, manchmal jedoch scheint das Handy sogar an die Stelle der Handtasche zu treten.

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Wo aber sollen Schlüssel, Lippenstift und Taschentuch untergebracht werden? In das neue Apple IPhone wird sogar ein elektronisches Bezahlsystem integriert, aber noch dürfte es die Geldbörse nicht ersetzen.

Mehr zur New York Fashion Week SS 2015:

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Fashion Week als Ort der Unterhaltungsindustrie. Von Rose Wagner HIER LESEN >>

Text & Fotos: Rose Wagner

Einen Monat lang, von Anfang September bis in den Oktober hinein, finden nacheinander die wichtigsten Modewochen statt. Auf die New York Fashion Week folgen London, Mailand und Paris. Designer, Einkäufer, Models, Journalisten, Fotografen, Blogger und Zaungäste, die Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollen, gebensich wieder ein Stelldichein.
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Zaungäste. Foto © Rose Wagner

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Bill Cunningham, der legendäre Modefotograf der New York Times, im Einsatz. Foto © Rose Wagner

In New York wurde die erste Modewoche im Jahr 1943 veranstaltet, als die Stadt wegen des Zweiten Weltkriegs vom Pariser Luxusmarkt abgeschnitten war. Heute gibt es konkurrierende Veranstaltungen. Die offizielle New Yorker Modewoche ist die Mercedes Benz Fashion Week. Sie wird von der Veranstaltungsagentur IMG Worldwide organisiert, die die Rechte daran von der New Yorker Modekammer – Council of Fashion Designers of America – kaufte. Zur den Sponsoren der Mercedes Benz Fashion Week gehört das Kosmetikunternehmen Maybelline. Die Schauen finden im Lincoln Center statt, direkt neben der Metropolitan Opera. Seit neuestem gehört IMG der Künstleragentur William Morris Endeavor Entertainment and Silver Lake Partners, die viele international bekannte Musiker
und Schauspieler vertritt.

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Posierendes Model. Foto © Rose Wagner

Seit einigen Jahren wird parallel zur Mercedes Benz Fashion Week die MADE Fashion Week abgehalten, für die die Creative Artists Agency verantwortlich zeichnet. Sie zieht jüngere Designer an, die sich erst noch einen Namen machen müssen und solche, die ein unkonventionelles Ambiente bevorzugen. Deren Kollektionen werden downtown in den Milk Studios gezeigt, einem alten Industriegebäude, das weniger gelackt ist als das Lincoln Center. Die MADE Fashion Week wird vom Mercedes-Benz-Konkurrenten Lexus gesponsort.

Zwei Entwicklungen traten bei der New Yorker Modewoche besonders deutlich hervor: Immer mehr Designer kooperieren mit Unternehmen, beispielsweise entwirft Alexander Wang neuerdings Hüllen für Samsungs Galaxy Handy, und Isaac Mizrahi arbeitet mit Chevrolet zusammen und liefert Accessoires, die das Design der Automarke widerspiegeln.

Die Fashion Week wird immer stärker zu einem Teil der Unterhaltungsindustrie. Dass Schauspielerinnen und Sängerinnen in der ersten Reihe sitzen, ist nicht neu. Neu ist allerdings, dass sie mittlerweile immer häufiger Modejournalisten auf hintere Plätze verdrängen. Die meisten Shows werden mit Pop-Musik beschallt, manchmal treten sogar Musiker live auf, und auf Video-Screens werden zusätzlich zum Laufsteg Geschichten in Szene gesetzt. Das Label „Opening Ceremony“ verzichtete ganz auf eine Laufstegpräsentation und führte ein Theaterstück auf, in dem die Schauspieler (Models) über die neue Kollektion redeten.

Den Kleidern kam der Stellenwert von Theaterkostümen zu. Die Show von Thom Browne war in eine magische Gartenlandschaft versetzt und die Schauspielerin Diane Keaton las eine vom Designer selbst verfasste Short Story vor, in der den Kleidern Rollen zukamen. Die Designerin Tracy Reese integrierte die Präsentation ihrer neuen Kollektion in eine Tanzvorführung, und Ralph Lauren zeigte seine Entwürfe des Nachts vor Wasserfontänen im Central Park. Die Eventisierung von Mode erreicht neue Dimensionen. Um die Details von Schnitten, den Stoff und die Ausführung eines Kleidungsstückes geht es nicht mehr, sondern um reines Entertainment.

Während der Fashion Week fand das Popkonzert „Fashion Rocks“ statt, in dem Naomi Campbell moderierte, Duran Duran, Jennifer Lopez und Rita Ora auftraten und Justin Bieber sich bis auf seine Calvin-Klein-Unterhosen auszog. Während der gesanglichen und tanzakrobatischen Vorführungen liefen Models in Kreationen von Calvin Klein und Tommy Hilfiger über die Bühne. Die zweistündige Veranstaltung, die live im Fernsehsender CBS lief, wurde vom Kaufhaus Macy`s und dem Telekommunikationskonzern Verizon gesponsort. Events, die direkt übertragen werden und in Real Time auf Twitter und Facebook kommentiert werden können, erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass Werbung ihre Zielgruppen auch tatsächlich erreicht und nicht umgangen werden kann.

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Werbung für das Fashion-Rocks-Konzert in der Metro. Foto © Rose Wagner

Theodor Adorno könnte sich bestätigt fühlen: „Die Kulturindustrie verschlingt alles“. Ist das schlimm? Wachsen nicht auch gleichzeitig Eigensinn und Differenzierungsvermögen bei den Konsumenten?

Text & Fotos: Rose Wagner

Den Abschluss der Runwayshows auf der Mercedes Benz Fashion Week hätte IMG nicht besser platzieren können. Mit der Show von Johny Dar gab es zur Belohnung für die Durchhaltquote der Fotografen noch ein richtig unterhaltsames Event. Nur leider oder glücklicherweise hielten sich die meisten bei dem Lokalpatrioten Michael Michalsky auf. Schade für die, die sich Neuem und anderem nicht öffnen wollen und lieber immer das Gleiche sehen wollen.

Beklagen doch viele, dass die Fashion Week Berlin nichts Neues bietet, geht es doch auf der Berliner Fashion Week hauptsächlich um die Berliner Designer. Junge Designer beginnen hier sich der Öffentlichkeit in dem Rahmen zu stellen. Was man jedoch hauptsächlich zu sehen bekommt, sind sehr tragbare, konventionelle Kollektionen. Ein wenig Avantgarde und ein wenig Extravaganz, fast immer ein Hauch von Eleganz schwingt bei allen mit.

Die wollen oder können einfach nicht aus diesem Muster heraus. Verständlich, wenn man sich erst einmal mühsam mit einem Stil seinen Kundenstamm erarbeitet hat, dann bleibt man in seiner Komfortzone. Das bringt eine gewisse Monotonie bzw. Routine mit sich, denn auch die Schauen werden nicht dazu genutzt, etwas Hype in die Präsentationen zu bringen und damit die Gemüter zu erregen.

Johny Dar mischte dagegen die eingefahrene Szene auf der Fashion Week zum Schluss noch einmal richtig auf. Mit Körperbemalungen und wilden, surrealen Zeichnungen brachte er eine richtig unterhaltsame Performance und eine gar nicht so kleine Kollektion auf den Laufsteg. Quallengebilde und Ganzkörperbemalungen waren Teil der Inszenierung und schließlich gab es auch ein wenig Mode zu sehen. Ganz unkonventionell geht Dar auch mit den Schnitten einzelner Outfits um. Er setzt Tüll und gestanzte Lederboleros übereinander bedruckt leichte Stoffe mit seinen skurielen Zeichnungen, die an Tattoos erinnern, kombiniert mit Lochgebilden aus Leder, einer Art Körperschmuck und lässt die Assoziation an Iris van Herpen aufkommen. Es ist eine Symbiose aus Kunst, Musik und Fashion.

Seine zeitlosen Kollektionen entstehen seit 1999 unter dem Namen Johny Wonder und sind so unbefangen, kritisch und unabhängig von jeglichem Trend. Hier bringt jemand zusammen, was nicht nur Mode ist.

Die Show hat Spaß gemacht und es wäre der Berliner Fashion Week – wenn sie sich schon immer mehr als junge Modemesse profiliert – zu wünschen, dass mehr Witz und Phantasie die Woche prägt.

Text & Foto: © S. O. Beckmann

Inspiriert durch die Avantgarde-Architektur Zaha Hadids , sieht Elisabeth Schwaiger , die Chefdesignerin Laurels, ein Kleid in modernen Zeiten als architektonische Hülle. Sehen, fühlen und sich verlieben; in den Schnitt und die stoffliche Hülle der Architektur des Kleides.

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Pailletten, Perlenpatchworkstickereien, Metalloptik auf Leder und erhabene Texturen stehen kontrastreich zu geschmeidigen Stoffen, flauschigen Oberflächen und klar definierten Schnitten. Sie bestimmen die Herbst Winter Kollektion 2013/14 bei Laurel.

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Große Pailletten und Stickereien werden zum Blickfang eines taillenbetonten Schößchenkleides, das durch geometrische Faltentechnik einen futuristischen Touch erhält.

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Pailetteneinsätze lenken den Blick von klassischen Silhouetten auf bisher ungewöhnliche Details. Transformierte Sixties, reduzierte Farbigkeit und Schwarz-Weiß Kombinationen erwarten uns im nächsten kalten Winter.

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Für den Abend bleibt E. Schwaiger eher klassisch ohne große Allüren wird hier dezent auf den kleinen besonderen Moment gesetzt.

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Text & Foto: © S. Beckmann

Wo Berlin noch in der Wiege schlummert, ist New York schon mittendrin.

Was im Januar auf der Berliner Fashion Week zaghaft berührt wurde, hat sich in der amerikanischen Metropole schon etabliert. Synergien aus Mustern, Prints und Materialien sah man auf der New York Fashion Week potenziert.

New Yorck Fashion Week - Tracy Reese

Tracy Reese gelingt der Mix aus allem, was die Stadt an Strömungen mit sich bringt. Punkige Tartanmuster verknüpft sie mit verspielten Ornamenten und galmourösen Details. Raubtierprints und Blumenmuster funktionieren genauso, wie ein Etuikleid mit Spitzenbesatz, Lederkorsage und Printdekor. Gegensätze ziehen sich regelrecht an und funktionieren auf sehr individuelle Weise.

New Yorck Fashion Week - Tracy Reese

Die Herbst Winter Kollektion 2013/14 der Designerin ist ein Mix aus Ethno, Glamour und Trashkultur, der sich in einer eigenwilligen, koketten Großstadteleganz vereint. Tracy Reese kombiniert hier nicht nur Muster und Materialien. Mit Perlenstickereien, Pailletten, Strick und auf den Körper angepasste Digitalprints zeichnet sie ein ungezwungenes, unabhängiges und vor allem vielseitiges Bild der modernen Frau, das auch Michelle Obama zu schätzen weiß.

New Yorck Fashion Week - Tracy Reese

Text: © S. Beckmann, Fotos: © Binh Truong/Marc Huss

Die koreanische Designerin Son Jung Wan vereint in ihren Kollektionen die Vielseitigkeit der Frau. Charmant und feminin, stylish und elegant funktionieren die klaren Schnitte, die auf gekonnte Weise fast grafisch durchbrochen werden.

Son Jung Wan

Dabei reduziert und verbirgt sie Funktionales wie Knopfleisten so geschickt, dass dem übrigen Design die volle Aufmerksamkeit geschenkt wird. Auch die Zurückhaltung der Farbigkeit in gedecktem Blau, Mauve, Rost, blassem Rosa und Sandtönen lenkt die Konzentration auf die Asymmetrien und geschickt eingesetzten Details an Krägen und Nähten.

Son Jung Wan

Luxuriöse Materialien erheben für sich allein schon den Anspruch an Klasse und zurückhaltender Extravaganz. Mit Pelz, Tweed, Pailletten und Wollstoffen gelingt es Son körperbetonte und den Körper verändernde Silhouetten zu bilden.

Son Jung Wan

Ein Hauch von Sixties-Style und der Lässigkeit der letzten Dekaden schwingt in den Entwürfen für Männer und Frauen mit.

Text © Fotos: ©Huss/Truong

Vintage, Rapportdrucke, satinierte Stoffoptik, Tartan und Secretarystil.

Wenig opulent zeigt sich die Ready to Wear Kollektion Fall 2013 des Unterllabels von Marc Jacobs, Marc by Marc Jacobs. Feminin und geschlossen liegt das Sexappael im Verbergen.

Hochgeschlossene, Figur betonte Kleider aus Retro-Rapportdrucken, Tartanmuster im Kombilook von Mantel und Taschen, Satinoberflächen erinnern an die Pyjamas der vierziger Jahre.

All das vereint der Designer in einem unauffälligen aber wirkungsvollen Look, in dem dezente Eleganz verbreitet wird. Für Männer wird es hoffnungsvoll.

Hier spricht Unisex nicht aus dem Schnitt, sondern aus dem Stoff. Eben die selben Stoffdesigns vermag der Schirmherr des Designer for Tomorrow Awards auch in männliche Silhouetten umzusetzen. Die sind lässig, weit, bisweilen grenzen sie an Clochards in Nadelstreifen.

Die Farbpalette changiert für beide Geschlechter zwischen gedecktem rostigem Rot, Petrol und Pariser Blau bis zum Grau-Schwarz.

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Marc by Marc Jacobs FW New York Fall 2013

Text: © S. Beckmann; Fotos: © Huss/ Truong