Anne Mustarastas: Helsinki Dresses

Anne Mustarastas: Helsinki Dresses

Eines der Berlin Dresses, inspiriert durch die „Schwangere Auster“ von Architekt Hugh Stubbins.

Architektur im Kostüm

An Finnlands Hauptstadt scheiden sich die Geister. Klassizismus, Jugendstil oder doch Funktionalismus? Das Stadtbild Helsinkis hat einiges zu bieten. Eine Landsfrau, die sich von der Liebe zu ihrer Heimat inspirieren ließ, ist Kostümdesignerin Anne Mustarastas.

Mode und Architektur sind kein untypisches Duo – man denke zum Beispiel an Jil Sander und ihre Bauhaus Ästhetik. Anne Mustarastas gliedert sich in diese Tradition ein: „Ich habe meine Umgebung immer mit den Augen einer Kunsthandwerkerin betrachtet. Eines Tages beim Anblick eines schönen Gebäudes habe ich es mir als ein Werk aus Stoff vorgestellt.“

Bei Anne Mustarastas erzählt jedes Kostüm seine eigene Geschichte. Der Steuerraum des U-Bahnhofs Herttoniemi inspirierte sie zu einem kurzen Cocktailkleid, das aus einer Vielzahl von Plexiglas Scheiben gefertigt wurde. Der volle Durchblick ist garantiert.

Die bienennestgleiche Form und geschichtete Struktur der Kapelle der Stille im Stadtteil Kamppi, diente als Vorlage für einen zweiteiligen Entwurf. Der bronzene Bleistift Rock in Kombination mit grau blauer Schluppenbluse wirkt klassisch und trägt den Charme vom Outfit einer Flugbegleiterin.

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Acht Kostüme bilden den Rahmen der Helsinki Dresses Ausstellung, die im Finnland Institut in Berlin noch bis zum 8.7.2015 zu sehen ist. Zwei zusätzliche Designs sind der deutschen Hauptstadt gewidmet.

Ort: Finnland-Institut in Deutschland, Georgenstr. 24 (1. OG), 10117 Berlin
Öffnungszeiten: Mo-Mi 11-17 Uhr, Do 11-19 Uhr, Fr 11-15 Uhr
Eintritt frei!

Text: © Heike Kolossa
Fotos: © S.O.Beckmann