Dawid Tomaszewski: Mode inspiriert durch Kunst

Dawid Tomaszewski: Mode inspiriert durch Kunst

© Susanne O. Beckmann

Was wäre die Mode ohne die Kunst und Architektur? Puristisch orientierte Modedesigner lassen sich von ihnen inspirieren. Dawid Tomaszewski ließ in seine Kollektion SS 2015 den Suprematismus einfließen. Bauhaus orientiert, kubistisch, minimalistisch und die Reduzierung auf das Wesentliche sind die Idee der Kollektion, die im Rahmen der Mercedes Benz Fashion Week Berlin gezeigt wurde. Geometrie – kein Schnick und kein Schnack. Wie 12-Tonmusik. Inspiriert wurde D. T. durch die Künstler Donald Judd und Esther Stocker, deren Zeichensprache in der Lichtinstallation der Show und den Stoffentwürfen der Kleider zum Ausdruck gebracht werden.

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Aber ganz so war es dann doch nicht, denn Tomaszewski kann auf gewisse Attribute der Weiblichkeit nicht verzichten. Mit der körperumspielenden Leichtigkeit von feinen, bisweilen transparenten Stoffen, bewirkt er genau das Gegenteil von strengem Purismus. In der Farbigkeit seiner Kollektion trifft er die Kunstrichtung von Kasimir Malewitch und seinen Zeitgenossen doch. Helle Farbtöne, wie Weiß und Ecrue als Grundton werden durch Petrol und rote Elemente gebrochen.

Schnitttechnisch bewegt sich Tomaszewski ganz klassisch und verändert nicht gar so viel. Das muss auch nicht sein, denn seine Kleider sind ausgereift. Was neu wirkt, sind die Stoffe, die er zum Teil selbst entwirft und die Strick- und Häkeljacken im XXL-Maschenformat.Insgesamt werden seine Kollektionen lässiger, ohne ihre ursprüngliche Tomaszewski-Eleganz zu vernachlässigen.

www.studio-tomaszewski.com/de/

Text & Foto: © S. O. Beckmann