La Collection Privee von DIOR – Die Sache mit den Düften

La Collection Privee  von DIOR – Die Sache mit den Düften

Bei einem Streifzug durch die Luxuskaufhäuser passiert man unweigerlich die Abteilung der edlen Düfte. Und nicht selten wird man angehalten zu verweilen, diesen oder jenen Duft auszuprobieren. Warum auch nicht. Schließlich geht von einem Duft eine gewisse Macht aus, mit dem meist erotische Ziele verknüpft werden. Nichts Anderes bezweckt ein(e) TrägerIn mit Düften. Der Duft ist schließlich das Tüpfelchen auf dem i eines Outfits.

Coco Chanel setzte mit ihrem Chanel No. 5 einen Meilenstein und rundete ihre Kollektionen damit ab. Auch Christian Dior vollendete 1947 mit dem Duft „Miss Dior“ seine neue Kollektion. Der „New Look“ oder wie er die korsettlose, taillenbetonte Linie selbst nannte, „Ligne Corolle“, suggerierte Freiheit und Eleganz. Damit revolutionierte Dior in der Nachkriegszeit die Modewelt.

Seither sind etliche Düfte für Männer und Frauen aus dem Label hervorgebracht worden. Nun ist La Collection Privée erschienen.

Der Parfumeur Diors, François Demachy, griff bei der Suche nach einer ganzen Kollektion neuer Düfte auf die Geschichte Diors zurück. 13 Düfte mit 13 Geschichten zu Dior sind das Ergebnis der Kreationen in den klar designten Flaschen. Ja Flaschen und keine Flacons. Denn diese Düfte sind, samt erzählter Geschichten für Damen und Herren kreiert.
Und dazu greift Demanchy auf das gesamte Leben Diors zurück um den TrägerInnen dieser Düfte ein wenig mehr Lebensgeschichte als nur den Duft näher zu bringen.

Was Dior so liebte macht F. Demachy zu Duft. Seine Düfte basieren auf drei Noten. Der Kopfnote, der Herznote und der Basis. Dafür durchstreifte er das Leben des großen Modemachers, suchte nach dessen Inspirationen und ordnet jedem dieser Düfte drei Noten zu.
Die dafür handverlesenen Ingredienzien wie u. a. Florentinische Iris, Indonesisches Oud-Holz und auch die exklusiv für das Haus Dior geernteten Rosen aus Grasse, machen diese Kreationen zu etwas Einzigartigem.

Demachy beginnt mit dem Garten von Diors Kindheit. Den unzähligen Blumen, die Diors Mutter so sehr liebte, pflanzte und ihrem Sohn die Sinnlichkeit der floralen Welt offenbarte.
Der von salziger Meeresluft und einem Hauch Pinien untermalte Blick auf das Meer in seinem Sommerhaus, erzeugt wieder einen Duft.
Le Grand Ball ist inspiriert durch eine opulente Abendrobe, die in ihrer Eleganz und dem Rauschen der Stofffülle schon alleine atemberaubend sein kann.

Und so erzählt jeder der dreizehn Düfte eine Geschichte aus Diors Leben. Dazu gibt es ein kleines in Leinen gebundenes Büchlein, das, wer sich eine Fasche leistet, als schön verpacktes Present gereicht wird.

Der „New Look 1947“ fehlt in dieser Kollektion selbstverständlich nicht. Es ist ein rauchiger Duft, der Freiheit und pure Eleganz suggeriert, in dem ein Hauch von Erotik mitschwingt. Es ist ein wunderbarer Duft, der mir aus der gesamten Serie am besten gefällt.



douglas.de

La collection privée
Text & Foto:© S. O. Beckmann