FASHION CLASH 2015 / Rückblick

FASHION CLASH 2015 / Rückblick

Entwürfe zum Thema Gender von Juliette Heijnen. Foto: Peter Stigter

Maastricht, der neue Pool der Newcomer – Gender ist das große Thema

Wer kennt Maastricht als Modestadt? Dann wird es Zeit. Die kleine Stadt im Süden der Provinz Limburgs ist eher durch die Maastrichter Verträge bekannt, als dass sie für Mode steht. Ich selbst bin in Maastricht schon als Studentin über den Laufsteg gelaufen und habe Abschlusskollektion eines Komilitonen der Academie voor beeldende kunsten gezeigt. Und – Maastricht war schon in den 1980er Jahren die Stadt, wo man bessere Mode einkaufen konnte als in dem unweiten Aachen.
Um so erstaunlicher, dass erst 2009 die Alumnis Branko Popovic, Nawie Kuiper and Els Petit eine Plattform für Mode mit der FASHIONCLASH schufen. Hiermit wurde erstmalig jungen Designern eine regionale Präsentationsfläche für junge Modedesigner geschaffen.

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Ima-Mad FASHION CLASH 2015. Foto: Peter Stigter
Studentenentwurf Academie voor fine arts & design. Foto: R. v. Berlepsch
2010 wurde das regionale Format Länder übergreifend in eine euroregionale Plattform gewandelt und präsentiert sich heute als internationales Modeevent mit Absolventen der Modeschulen und jungen, internationalen Designern aus 30 Ländern. 150 Designer zeigten ihre Kollektionen zur 7. Edition der FASHIONCLASH.

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Viel Mode begleitet von Performances, Diskussionen, Ausstellungen, Workshops, Theater und interdisziplinären Projekten, Fashion Talks und Designermarkt zum Thema Gender ließen die Stadt 4 Tage in einem anderen Licht erscheinen.
Wie vielseitig und spannend die einzelnen Entwürfe doch sind – die Modeszene Maastrichts zeigt sich von der experimentierfreudigen Seite.

Text: Susanne O. Beckmann