Graduate Fashion Show 2014 – Esmod Berlin

Graduate Fashion Show 2014 – Esmod Berlin

„Take a walk on the wild side“

Am 26. Mai zeigten die ersten Bachelor-Absolventinnen der Studiengänge “Modedesign – Styliste/Modeliste“ der Esmod Berlin ihre Kollektionen.

So engagiert wie immer konnte Silvia Kadolsky (Direktorin der Esmod Berlin) das Head-Office vom Bikini Haus Berlin als Kooperationspartner für die wohl momentan angesagteste Location der Hauptstadt gewinnen.
Vor dem Fenster zum Affengehege fanden sich über 300 geladene Gäste ein und schauten sich den „Walk on the wild side“an. Einige Alumni wie Ivan Mandzukic von IVAN MAN, Esther Perbandt, Stefanie Stolitzka, Dawid Tomazewski aber auch die Berliner Modedesignszene aus den ersten Rängen, wie das Kaviar Gauche -Team konnten die noch so jungen Kollektionen aus einer andere Perspektive betrachten.
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Ho Che Moon, Alina Nowak, Jean Cedric Sow
17 Absolventinnen zeigten in ihren Kollektionen handwerkliche Perfektion, Ideenreichtum und einen innovativen Umgang mit traditionellen Schnitten.

Anzüge, Mäntel, Hosen, Westen und Pullover wurden unter dem Thema „Take a walk on the wild side“ neu interpretiert. Hier ging es weniger um den Song von Lou Red (Produziert von Dawid Bowie 1972), als mehr um die Schnelllebigkeit, die Vielfalt und den ständigen Wechsel von Bildern der heutigen Zeit.
Graduate Show Esmod 2014_foto S_O -Beckmann

Desiree Uebbing, Milla Lintila, Isabelle Mann

So vielfältig sind auch die Kollektionen der 18 Studentinnen, die an diesem Abend gezeigt wurden.
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Tatjana Philipp, Annkathrin Kallus, Anna Feldt

Viel Stepp und Patchwork, Material-,Technik- und Schnittmix zeigten den professionellen Umgang mit Traditionen und Innovationen im Handwerk und Design auf hohem Niveau. Es liegt schon ein Anspruch an Design und Umsetzung in der Lehre der Schule, die sich auszahlt. Alle Kollektionen sind auf ihre Weise sehr professionell, unangepasst und trotzdem tragbar.
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Janine Eberl, Carl Neumann

Besonders auffällig ist die Interpretation von Männemode. Ho Cheol Moon,Jean Cedric SOW, Thomas Cardelli, Janine Eberl, Carl Neumann und Alina NOWAK ermöglichen Männern neue Räume der Tragegewohnheiten. Ob es über Spitze, Lochmuster oder Layering ging, der Mann bei Esmodschülern zeigt sich von lässiger Eleganz bis zum supertraschigen Clubszenestyle – auf jeden Fall immer gut angezogen. Der Eindruck, dass Männermode sich nun langsam von diesem Anzugimage löst, beruhigt. Greifen die jungen Designer nun doch die Tradition vor dem Bürgertum wieder auf, Männer in Farbe, extravaganten Formen und viel Stoff zu kleiden.
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Ines Kurzweg, Nike Hopp

Die Frauenmode ist nicht minder zu bewerten. Innovative Silhouetten und Stoffkreationen zeigten ein breites Spektrum an Möglichkeiten. Hier profilierten sich Jan Eisenring, Milla Lintila, Sojin Park, Jan Philipp Gerlach, Ines Kurzweg, Desiree Uebbing, Isabell Mann, Nike Hopp, Anna Feldt, Elena Ganstein und Annkathrin Kallus.

Die Arbeit der StudentInnen sollten schließlich auch belohnt werden. Silvia Kadolsky und ihr Team suchten eine nationale und internationale Jury zusammen, die drei Designabsolventinnen kürten.
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Jan Eisenring, Jan Philipp Gerlach, Sojin Park

Die Preise erhielten die Looks von Thomas Cardelli, welcher den Preis als Pre Créateur erhielt. Sojin Park gewann die goldene Nadel und Jean-Cédric Sow wurde mit dem Prix du Jury ausgezeichnet.

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Höchste Auszeichnung: Der Prix Créateur. Der Preisträger Thomas Cardelli mit dem Global Creative Director von adidas Style, Dirk Schöneberger und Model

Text & Fotos: Susanne O. Beckmann