Green Fashion von Couture bis Tailoring

Green Fashion  von Couture bis Tailoring

Das Label MYAK zeigt Mode aus Yakwolle

Berlin ist die deutsche Hochburg für Green Fashion. Die Messen zur Fashion Week, green showroom, die ethical fashionshow und der Lavera Showfloor zeigen, dass grüne Mode von Jahr zu Jahr an Bedeutung gewinnt. Um so mehr, dass Designer mit dem Anspruch auf faire und saubere Mode inzwischen auch hohe Maßstäbe an das Design setzen. Die Schnitte stehen meist im Einklang mit einer inneren Haltung zum bewussten Umgang mit sich und der Umwelt. Gutes Design, funktional und hochwertig in der Verarbeitung. Green Fashion setzt in jeder Beziehung auf Nachhaltigkeit. Und das bedeutet auch, dass keine Massen produziert werden. Slow Fashion nennt man das und immer öfter werden ältere Kollektionen durch saisonale Einzelstücke, wie bei einem Baukastensystem aufgestockt.

Die PR des greenshowroom wirbt mit klassischer Schneiderkunst, markanten Schnitten, perfekter Passform und elegantem Design. So kann grüne Mode auch sein. Haben wir das angestaubte der grünen Mode nicht längst hinter uns gelassen? Doch, doch.
Alina Schuerfeld aus Hamburg . Schuhe aus vegetabil gegerbtem Leder
Alina Schuerfelds eleganten Damenschuhe aus vegetabil gefärbtem Leder, Bademnode von Allsisters – Responsible Swimwear und exklusive Lingerie von Seducente zeigen, dass GRÜN schon lange nicht mehr VERSTAUBT sein muss.
Sarazul Cashmere

Kashmirmantel von Sarazul

Grüne Mode unterstützt auch der Lavera Showfloor, der im letzten Sommer mit dem Lavera Green Fashion Award Labels auszeichnete, die sich durch besondere Konzepte hervor getan haben. Die Gewinnerin war die ehemalige Esmodschülerin Ina Budde mit ihrem innovativen Design und ihrem nachhaltigen Konzept, das sich auch an den Verbraucher richtet und von ihm nachhaltiges Konsumieren fordert. Das lässt hoffen. Wenn diese Konzepte Fuß fassen, ist fast Fashion hoffentlich bald GESTERN. Daran arbeitet die grüne Modebranche gewaltig.
Ausgewählte Finalisten des Frankfurt Style Awards, der dieses Jahr unter dem Thema „Ecological Green“ ausgelobt wurde, zeigen ihre Kollektionen. Die Esmod Berlin ist mit ihrem Masterstudiengang „Sustainability in Fashion“ ein Vorreiter der deutschen Modeschulen, was Green Fashion betrifft und auch hier greift die Nachwuchsförderung mit der Präsentation von Masterarbeiten.

Zukunft für benachteiligte Regionen

Viel Kashmir aus der Mongolei
Rund 40 Labels aus Europa, USA, Asien und Marokko sind auf der grünen Plattform vertreten. Besondere Aufmerksamkeit sollte man aber den Labels aus der Mongolei widmen. Die Geschichten um die kleinen Manufakturen lohnen einen Blick hinter die Kulissen. Vom Nomaden zum Unternehmer oder wie sich Nomaden in kleinen Manufakturen eine kleine Lebensgrundlage sichern. Wie die Modeindustrie diesen Menschen am Exsistenzminimum Unterstützung bietet, ohne auszubeuten. Das zeigt der Green showroom mit diesen Labels. Bodio’s of Mongolia Gobi Organic by Sarazul Cashmere, Altai Cashmere,JM Jinst Murun und Mongol Textile
Altai

Altai, Kashmirlabel aus der Mongolei

Text: S. O. Beckmann
Fotos: PR Kern Kommunikations