Karls Kleider: Lagerfeld Ausstellung in Bonn

Karls Kleider: Lagerfeld Ausstellung in Bonn
Der Schreibtisch von Karl Lagerfeld. Foto: © 2015 Karl Lagerfeld

 

Frankreichs beliebtester Deutscher schreibt 61 Jahre Modegeschichte

62, 30, 20, 14. Nein, leider sind dies nicht die Glückszahlen des Jahres. Vielmehr stehen sie für eine Auswahl an Looks, die Kreativgenie Karl Lagerfeld für die Modehäuser Chanel, Fendi, Chloé und Karl Lagerfeld entworfen hat. Vereint zu 126 Exponaten bilden sie den Grundstock der Ausstellung „Karl Lagerfeld. Modemethode“, die seit dem 28. März 2015 bis zum 13. September 2015 in der Bundeskunsthalle in Bonn zu sehen ist.

Beginnend mit dem Mantel für den er 1954 den internationalen Woolmark Prize gewann und der ihm sein erstes Engagement bei Balmain einbrachte, beleuchtet die Lagerfeld Ausstellung 61 Jahre seines kreativen Schaffens. Die wichtigsten Etappen in seiner Arbeit für die renommiertesten Modehäuser der Welt werden in Prêt-à-porter und Haute Couture Kreationen erzählt.

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Hierzulande ist es selten, dass Mode Einzug in die die heiligen Hallen der Museen findet. Doch weil Karl definitiv Kult ist, erklärt das alles. Ihn kennt jeder und das wird sich auch nicht so schnell ändern. Seit 1983 Herrscher über Chanel, ist er heute dank großem Talent zur Eigenvermarktung und einer geölten PR-Maschinerie zur Überfigur der Modeszene angewachsen. Um die 20 Kollektionen entwirft der gebürtige Hamburger pro Jahr und ist unter anderem zusätzlich als Fotograf und Kostümbildner tätig. Zeit zum Pausieren kennt Karl nicht, denn Formen, Stoffe und Kleider sind sein Leben.

Text: © Jenny Kolossa
Fotos: © David Ertl