LNFA – Bikini Berlin

LNFA – Bikini Berlin

Shop different & sell different im LNFA-Shop im BIKINI BERLIN

Let’s Networking Fashion & Art.
Hier hieße es besser sell different, denn im BIKINIHAUS Berlin entstehen neben all den Monoshops und Boxes gleich mehrere Fashion Conceptstores unterschiedlichster Art.

Einen davon haben Sevil Uguz und Carola Bock mit ihrem LNFA Shop ins Leben gerufen. Nicht gerade die prominenteste Lage im BIKINIHAUS Berlin aber doch auffällig groß ist die Fläche auf der sich die Labels an Stangen, Wänden und Boxen präsentieren.
Die beiden Gründerinnen vermieten Ladenfläche, an ausgesuchte Model- und Designabels und verkaufen deren Produkte. Sie vereinen, was vorher für an Berliner und Nichtberliner Avantgardemode und Design Interessierte nur schwer in der Hauptstadt aufspürbar war.

Im Westen der Hauptstadt konzentriert sich nun viel Neues. Und ist man noch so kritisch dem BIKINIHAUS gegenüber. Über kurz oder lang legt man doch die anfängliche Skepsis ab. Separierten sich die Designer bisher im Osten Berlins von ihren Mitstreitern, so bringen Sevil und Carola die Konkurrenz wieder zusammen und zeigen, dass es auch miteinander und nebeneinander ein effektiveres Zusammenspiel geben kann. Und damit sind sie erfolgreich. Denn zum Einen ist das BIKINIHAUS besser besucht als die kleinen Stores, Showrooms und Ateliers der Designer, zum Anderen profitieren die Aussteller im LFNA-Shop von den vielen Events und Aktionen, die hier stattfinden und dem noch anhaltenden Strom Neugieriger, die wissen wollen, was different shoppen denn überhaupt ist.

Auf den ca. 250 qm findet Mann zum Beispiel ganz besondere Männermode von BRACHMANN, IVAN MAN und Franziska Michael, die ihre Kollektionen bereits auf der Fashion Week Berlin zeigten und damit ein neues Statement zur Männermode in der Hauptstadt gesetzt haben.

Auch für Frauen ist ausreichend Avantgarde von wirklich ausgezeichneter Mode, die verschiedentlich prämiert wurde. Nur Mode aus dem High End Bereich wird im LFNA-Shop präsentiert. Interessante Labels wie HOWL, die durch ihre Konzepte nicht nur nachhaltig und fair produzieren lassen, zeigen hier ihre Kollektionsteile. Auch ausgesprochen gutes Design, das man nicht überall bekommen kann findet sich hier an einem Punkt.

Aber nicht nur Mode, auch handcrafted Design aus den hintersten, kleinsten Fleckchen der Erde finden hier einen Platz. Eine echte Entdeckung ist der FOLKDAYS–SHOP. Kleine Accessoires, Ledertaschen, Teppiche, Stickereien und wunderbar gewebte Schals aus winzigen Dörfern verschiedener Entwicklungsländer werden hier präsentiert. Hier kauft man nicht nur ein, sondern man lernt noch etwas über Ursprünglichkeit und Produktion von Menschen die keinen kommerziellen Grundgedanken verfolgen. Meist sind die Produkte aus rituellen Beweggründen oder aus reinem Gebrauchszweck hergestellt. Lisa Jaspers, Heidi Winge Strom und Kimon Haars brachten von ihren Reisen die Idee mit, kleine Produktionen über einen Onlineshop zu verkaufen und die Betriebe so mit einem Anteil der Gewinne zu unterstützen. Sie arbeiten mit 14 Manufakturen aus 7 Ländern zusammen.
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Neben viel Design zeigen Sevil und Carola auch Bilder verschiedener Künstler. Das ist zwar kein Galeriebetrieb aber wenn etwas verkauft wird, ist es auch gut. Und die Bilder schmücken die doch sehr rohe Atmosphäre der BIKINIHAUS-Architektur mit mehr Freundlichkeit.

Und schließlich bieten die beiden auch der Presse ein freundliches cometogether um zu feiern, austauschend zu netzwerken. Denn so heißt der Shop ja auch Let’s Networking Fashion & Art.

Es ist ein schönes Konzept, das im poor-sexy Belin aufgehen kann.

Text & Fotos: © Susanne O. Beckmann