LOVE AND LOSS AUSSTELLUNG. Mode und Vergänglichkeit

LOVE AND LOSS AUSSTELLUNG. Mode und Vergänglichkeit
Kristen McMenamy by Juergen Teller. © Foto: Juergen Teller

 

Memento Mori in Linz

Die letzten Auswirkungen von Flower Power, Military Style und Saturday Night Fever – kaum ein Jahrzehnt kann sich mit so vielseitigen Kleidungsstilen schmücken wie die 1970er. Die Modewelt blühte auf und die Designer suchten nach frischen, neuen Looks. Doch auch die strahlenden Zeiten neigen sich einmal dem Ende zu. Das Disco Fieber verebbte Anfang der 80er und der Hiroshima Chic kam. Eine dunkle Ära stand der Modewelt bevor. Ganz vorne mit dabei: die japanischen Designer Rei Kawakubo und Yohji Yamamoto. Sie schockten mit ihrem „postatomaren Fetzenlook“. Durchlöcherte Kleider, unförmige Silhouetten und das zerzauste Erscheinungsbild der Models entkräfteten das bis dahin herrschende Schönheitsideal der Frau. Themen wie Tod und Vergänglichkeit fanden mit ihnen Einzug auf die Laufstege der Welt.

„Mode wird zum Spiegel, in dem der Mensch die eigene Sterblichkeit erblickt. Sie betont die Spuren der Zeit, preist die Vergänglichkeit und flirtet mit dem Tod“, ließ das LENTOS Kunstmuseum in Linz verlauten und widmete dem Thema Mode und Vergänglichkeit von 1980 bis heute eine eigene Darbietung. Vom 13. März bis 7. Juni 2015 treffen in der LOVE AND LOSS Ausstellung die Arbeiten einflussreicher ModedesignerInnen und bildender Künstler aufeinander sowie High und Street Fashion, Videos, Skulpturen und Installationen. Unter ihnen befinden sich bedeutende Namen wie Nick Knight, Viktor & Rolf, Iris van Herpen und Alexander McQueen.

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Die Love and Loss Ausstellung vereint Schönheit und Abgründiges, Poetik und schwarzen Humor. Vom 13. März bis 7. Juni 2015 können die Exponate im Lentos Kunstmuseum in Linz bestaunt werden.

Text: © Jenny Kolossa