Mercedes Benz und die New York Fashion Week

Mercedes Benz und die New York Fashion Week

Foto: ©S. O. Beckmann

Neue Herausforderung für die New York Fashion Week.

Im Vergleich zu den traditionellen Modewochen in Paris und Mailand scheint die Fashion Week in New York eher modern und neu, jedoch reicht die Geschichte der Modewoche im Big Apple bis in die 1940er Jahre. Durch den 2. Weltkrieg konnte Haute Couture in Europa nicht mehr eingekauft werden.Dadurch entwickelte sich in dieser Zeit der Trend der New Yorker Defilees. Designergrößen wie Oscar de la Renta, Calvin Klein oder Ralph Lauren sind schon seit den 1960er Jahren ein fester Bestandteil der Modewoche in der Metropole.

Mit der Zeit stieg die Anfrage und die Zahl der Interessenten an der Präsentation der aktuellen Designermode stark. Dies führte dazu, dass ab 1993 die New Yorker Fashion Week als Event in einem Zelt im Bryant Park stattfand. Die Popularität wuchs, somit die Location. Ab 2010 zog das Event in das noble Lincoln Center. Das sei aber noch nicht das Ende der Entwicklung, denn laut den neuesten Nachrichten soll die Fashion Week nicht nur Ihren Ort wechseln, sondern sich auch einen neuen Sponsor suchen.

Der deutsche Automobilhersteller Mercedes-Benz sponserte die Modewoche von 2002 bis 2004 und ab dem Jahr 2007 bis jetzt. Nun kündigte die PR-Firma der Autoherstellers, IMG, dass das Sponsoring nach der diesjährigen Show im Februar nicht mehr gewährleistet wird. Eine Pressesprecherin sagte, dass die Beziehung von Mercedes zur Mode nicht vorbei sei und dass Mode und Design einer ihrer wichtigsten Investitionen bleibe. Global würde der Autokonzern mehr als 50 Mode Events in 30 Ländern unterstützen, und dass weiterhin, solange die Investitionen retourniert würden.

Vielleicht ist dies auch der Grund, denn ein Spot im Zelt kostet von 75 000 bis zu einer halben Million. Dies könnten sich viele Designer nicht mehr leisten und wechselten zur Konkurrenz, der jüngeren und hippen Fashion Week „Made New York“. Hier wird Space, Makeup, Sound und Stage für Designer umsonst zur Verfügung gestellt. Die vorgeführte Mode sei individueller und weniger konventionell. Modegrößen wie Alexander Wang und Proenza Schouler gingen hier hervor.

Gerüchten zufolge soll die Modewoche Made von Mercedes aufgekauft werden. Dann würde die Fashion Week mit der Made zusammenfallen. das hätte zur Folge, dass große Namen und junge, avantgardistische Label unter einem Sponsor präsentieren.

Wir sind gespannt und hoffen auf interessante Veränderungen in der Entwicklung der New Yorker Modeszene.

Text: © Jennifer Bislinger/Modesearch
Foto: © S. O. Beckmann