„comeback“ Nobieh Talaei kehrt zurück in die Modeszene

„comeback“ Nobieh Talaei kehrt zurück in die Modeszene

Nobi-Talai Kollektion SS 2016 im Berliner Modesalon. Foto:S. O. Beckmann

Wüstensand und Tuarek – die moderne Stadtnomadin

Nach über 10 Jahren Modepause feierte das Label Nobi Talai sein Debüt mit der ersten Kollektion im Kronprinzenpalais anlässlich der Mercedes Benz Fashion Week SS 2016.
Aufgenommen wurde die Designerin Nobieh Talaei mit ihrer Kollektion „comeback“ SS 2016 an der ersten Adresse – im Modesalon – und das will etwas heißen. Wenn ein Modedesigner gleich zu Beginn seiner Karriere mit seiner Kollektion im Berliner Modesalon unter Christiane Arp Unterstützung findet. Es kommt noch besser – Nobi Talai gehört zu den zwei geförderten Label des Fashion Council Germany, das in diesem Jahr erstmalig eine Förderung für Jungdesigner vergibt.
Nobi Talai SS 2016 Fashion Week Berlin. Foto: S. O. Beckmann

Nobi-Talai Kollektion SS 2016 „COMEBACK“ im Berliner Modesalon. Foto:S. O. Beckmann

Assoziiert man Wüsten und Nomadenkleider mit dieser Kollektion, so liegt man auch nicht ganz falsch. Die Designerin Nobieh Talaei verwendet Seiden, Baumwollen, Bast und Leinen. Vor allem die Webereien aus Bast in naturfarbenem Weiss-Grau beeindrucken durch das Fischgrat-Muster Ton in Ton.
Nobi Talai SS 2016 Fashion Council Foto: S. O. Beckmann

Nobi-Talai Kollektion SS 2016 „COMEBACK“ im Berliner Modesalon. Foto:S. O. Beckmann

Lange Lagen-Looks in abgetönten Braun- Blau- und Weisstönen umfassen das Farbspektrum. Raffinierte Kaftane mit Blusenkrägen aus transparenten Seiden setzt sie neben deckenden Bast. Transparenz neben Dichte. Knöchellange Kleider werden durch elegante, gerade geschnittene Drei-Viertel-Mäntel sichtbar. Frau trägt kurz über lang.

Die Debütkollektion des Labels Nobi Talai ist ein Mix aus afrikanischer Wüstenkleidtradition und westlichem Business-Chick.

Puristisch, klar und typisch für die Berliner Avantgarde. Da passt sie hinein und reiht sich in die Cliquee von Perret Schaad, Michael Sontag und Vladimir Karaleev. Eine Generation – ein Stil.

Text & Fotos: S. O. Beckmann